Dieser Leitfaden soll Verantwortlichen in Gemeinden helfen zu verstehen, warum ein Auftritt bei Twitter sinnvoll ist und wie dieser am effizientesten und ansprechendsten anzufangen ist. Wir erweitern diese Seite hier immer wieder und versuchen so einen kurzen und möglichst umfassenden Einblick in die Welt von Twitter zu schaffen.
Was ist Twitter überhaupt?
Um zu verstehen was Twitter überhaupt ist, hilft ein Blick auf den sehr guten Wikipedia-Artikel:
Angemeldete Benutzer können eigene Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen eingeben. Diese Textnachrichten werden allen Benutzern angezeigt, die diesem Benutzer folgen. Der Herausgeber der Nachricht steht auf der Webseite des Dienstes mit einer Abbildung als alleiniger Autor über seinem Inhalt. Die Beiträge sind häufig in der Ich-Perspektive geschrieben. Das Mikro-Blog bildet ein für Autor und Leser einfach zu handhabendes Echtzeit-Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu spezifischen Themen. Kommentare oder Diskussionen der Leser zu einem Beitrag sind möglich. Damit kann das Medium sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrungen als auch der Kommunikation dienen.
Kurz zusammengefasst ist Twitter also eine kostenlose Möglichkeit um die eigenen Inhalte schnell einer großen Zahl von Lesern auszuliefern.
Sollte meine Gemeinde überhaupt bei Twitter vertreten sein?
Kirche und Twitter? Passt das überhaupt zusammen? Wir haben uns erst mit viel Mühe daran gewöhnt, dass man als Gemeinde eine halbwegs anständig gewartete Homepage besitzen sollte. Aber dennoch ist es wichtig auch weiter mit der Zeit zu gehen. Mit der Zeit zu gehen heißt dabei nicht, die eigene Botschaft und die eigenen Überzeugungen der Beliebigkeit der modernen Informationsflut preiszugeben, aber es heißt, dass man als christliche Gemeinschaft im 21. Jahrhundert auch die Informationskanäle unserer Zeit nutzen sollte.
In den letzten 10 Jahren ist ein enormer Wandel in unserer Gesellschaft vollzogen worden. Die weite Verbreitung des Internet hat dazu geführt, dass jeder Mensch von fast jedem Ort der Welt Zugriff auf ein Netzwerk mit Millionen Menschen auf der gesamten Welt bekommen kann. Für viele Menschen findet inzwischen ein beachtlicher Teil des sozialen Lebens über das Internet, insbesondere über Web 2.0-Dienste wie Twitter und Facebook statt.
Nur mit einer eigenen Präsenz in diesen Netzwerken sind wir als Christen in der Lage auch diese wachsende Gruppe von Menschen weiter mit unseren Inhalten erreichen zu können. Gerade in Zeiten der schwindenen Gemeindegliederzahlen wäre es für jede Gemeinde fatal die Nutzer der neuen Medien nicht auch mit ihren Inhalten zu beliefern. Eine Twitternachricht der eigenen Gemeinde lesen viele “im Vorbeigehen”, den aktuellen Gemeindebrief schlagen aber kaum noch junge Menschen auf. Diesem Wandel im Informationsverhalten sollte Rechnung getragen werden. Wir sind der Überzeugung, dass viele nicht per se das Interesse an Kirche verloren haben, aber die Informationen über die ihnen vertrauten Wege erhalten wollen. Hier nimmt das Internet und damit auch Twitter eine wichtige Schlüsselstellung ein.
Natürlich bedeutet das eigenen gewissen zusätzlichen Arbeitaufwand, aber dennoch lohnt es sich das Web 2.0 nicht völlig zu vergessen.
Wie funktioniert der Start in Twitter?
Der Start in Twitter ist in wenigen sehr einfachen Schritten gemacht:
- Besuche die Seite www.twitter.com
- Mit einem Klick auf “Jetzt anfangen” erscheint das Registrierungsformular
- Dieses vollständig ausfüllen. Wichtig ist vor allem ein guter und aussagekräftiger Benutzername!
- Mit dem neuen Account gleich TwitChrist besuchen unf folgen!
- Auf TwitChrist in die Liste der twitternden Christen eintragen.
- Fertig!
Warum sollte ich meinen Gemeinde-Twitteraccount auch bei TwitChrist eintragen?
TwitChrist ist mittlerweile die maßgebliche Sammlung christlicher Twitter-Nutzer. Durch einen Eintrag bei TwitChrist kann man von interessierten Christen im gesamten deutschsprachigen Raum gefunden werden. Zudem besteht die Möglichkeit wichtige Neuigkeiten mit der Bitte um Weiterleitung an uns zu senden. Wir haben die Möglichkeit Ihre Inhalte dann an mehr als 600 Christen in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiterzuleiten. (per sog. Retweet – siehe unten)
Was schreibe ich auf einen Gemeinde-Twitteraccount?
Ein guter Anfang ist es, alle Inhalte welche man sowieso auf der eigenen Homepage veröffentlicht, auch auf Twitter anzukündigen. Wenn die Gemeindehomepage auf einem modernen Content Management System wie WordPress, Typo3, Drupal, Joomla und ähnlichen basiert, dann gibt es in der Regel sogar ein Erweitungsmodul für das jeweilige System, mit welchem sich die Inhalte automatisch auf Twitter veröffentlichen lassen. Andernfalls ist etwas Handarbeit angesagt.
Sinnvoll ist es darüber hinaus, den Twitter-Auftritt mit zusätzlichen Inhalten zu bereichern. Hierzu bietet sich vor allem das live-twittern von Veranstaltungen aus an. Hier kann man die Stimmung einfangen, einige Bilder liefern und so alle “Zuhausegebliebenen” an dem Event teilhaben lassen.
Wie sieht ein guter Tweet aus?
Ein guter Tweet beinhaltet in den 140 Zeichen die wichtigsten Aussagen. Auch, wenn man mit Tweets natürlich auch Besucher auf die eigene Seite lenken möchte, so ist es dennoch völlig unangebracht die Tweets so zu formulieren, dass man alles Wichtige erst bei einem Klick auf den jeweiligen Link erfährt.
Ein gutes Beispiel: Unser nächster Gemeindeausflug geht nach xy! Bitte frühzeitig anmelden. – Link
Ein schlechtes Beispiel: Bitte hier anmelden – Link
Wie funktioniert das mit den Links?
Wer Twitter nutzt steht schnell vor dem Problem, dass ein längerer Link schon alleine die 140 Zeichen benötigt. Dienste wie etwa bit.ly schaffen hier Abhilfe. Sie nehmen den “Bandwurmlink” und packen ihn in einen Kurzlink um. So wird aus dem langen Link “http://www.twitchrist.de/twitter-leitfaden-fur-gemeinden/”z.B. für diese Seite hier ganz schnell “http://bit.ly/bYMjHe”. Das Ziel, nämlich exakt diese Seite hier, ist in beiden Fällen gleich, braucht aber nur etwa die Hälfte an Zeichen.
Gute Twitter-Programme wie TweetDeck oder Seesmic übernehmen diese Arbeit und bieten direkt aus dem Programm heraus die Möglichkeit, Links bei diversen Anbietern kürzen zu lassen.
Was ist ein Retweet?
Als ReTweet bezeichnet man das Weiterleiten (“retweeten”) fremder Inhalte auf Twitter, deren Inhalte man seinen eigenen Lesern zugänglich machen möchte. Wenn man also beispielsweise eine Nachricht der jeweiligen Landes- oder Bundesgemeinschaft (z.B. EKD, Bischofskonferenz, Evangelische Allianz,…) an die eigenen Leser vor Ort weitermelden möchte, genügt ein einfacher Klick auf “retweet” und die Nachricht erscheint unter dem eigenen Account (aber deutlich als Weiterleitung gekennzeichnet) als Nachricht.


